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	<title>Cock a Leekie</title>
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		<title>FRÜCHTE&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 14:37:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[...anderer Leute Arbeit

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			<content:encoded><![CDATA[<p>...anderer Leute Arbeit</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/hpAMbpQ8J7g" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/hpAMbpQ8J7g"></embed></object></p>
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		<title>EHRUNGEN I</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 15:59:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vielleicht sollte ich anfangen, seltsame Ehrungen zu sammeln. Ich bin nämlich heute über diese Traueranzeige in der SZ auf eine eigentümliche Medaille aufmerksam geworden:

Wie? Der Verstorbene war nicht einfach nur Träger, sondern sogar Inhaber der Medaille "München leuchtet den Freunden Münchens in Gold"? Was ist da los? Bei Wikipedia steht dazu Folgendes:
Die Medaille München leuchtet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht sollte ich anfangen, seltsame Ehrungen zu sammeln. Ich bin nämlich heute über diese Traueranzeige in der SZ auf eine eigentümliche Medaille aufmerksam geworden:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.cock-a-leekie.de/wp-content/uploads/2010/06/anzdescription-KopieIII.htm"></a><a rel="attachment wp-att-438" href="http://www.cock-a-leekie.de/?attachment_id=438"><img class="aligncenter size-full wp-image-438" title="anzdescription KopieIII_img_0" src="http://www.cock-a-leekie.de/wp-content/uploads/2010/06/anzdescription-KopieIII_img_03-e1277308486242.jpg" alt="" width="432" height="250" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Wie? Der Verstorbene war nicht einfach nur Träger, sondern sogar Inhaber der Medaille "München leuchtet den Freunden Münchens in Gold"? Was ist da los? Bei Wikipedia steht dazu Folgendes:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Medaille <strong>München leuchtet</strong> (eigentlich <strong>München leuchtet –  Den Freunden Münchens</strong>) ist eine offizielle Ehrung für besondere  Verdienste um München, verliehen durch die bayerische Landeshauptstadt  München.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Medaille wird seit 1961 in Gold, Silber oder Bronze an Persönlichkeiten,  Politiker, ehrenamtliche Helfer und andere besonders verdiente Münchener  verliehen. Im Januar 2009 wurde erstmals die Medaille <em>München  leuchtet</em> in Blech verliehen.</p>
<p>Ah ja. "München leuchtet" wird jetzt also auch in Blech vergeben. Die Frage ist natürlich auch, ab wann aus einer öffentlichen Ehrung eine öffentliche Beleidigung wird. Träger der <em>Medaille München leuchtet in Blech</em> 2009 war das Blechbläserensemble <em>Blechschaden</em>. Ja, da passt das dann auch wieder.</p>
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		<title>An die delikatessen sich schmiegen&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 15:31:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[und dann war das letzte Bier mal wieder schlecht...


erst habe ich mich umgebracht.
dann bin ich  wieder aufgewacht.
dann habe ich mich umgebracht.
dann bin  ich wieder aufgewacht.
dann habe ich mich umgebracht.
dann bin  ich wieder aufgewacht.
dann habe ich mich umgebracht.
dann  bin ich wieder aufgewacht.
dann habe ich mich umgebracht.
Ernst Jandl
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>und dann war das letzte Bier mal wieder schlecht...</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p style="text-align: center;">erst habe ich mich umgebracht.<br />
dann bin ich  wieder aufgewacht.</p>
<p style="text-align: center;">dann habe ich mich umgebracht.<br />
dann bin  ich wieder aufgewacht.</p>
<p style="text-align: center;">dann habe ich mich umgebracht.<br />
dann bin  ich wieder aufgewacht.</p>
<p style="text-align: center;">dann habe ich mich umgebracht.<br />
dann  bin ich wieder aufgewacht.</p>
<p style="text-align: center;">dann habe ich mich umgebracht.</p>
<p style="padding-left: 120px; text-align: center;">Ernst Jandl</p>
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		<title>for the love of god &amp; die NEO-DECADENCE</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 15:25:54 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.myartspace.com/blog/uploaded_images/HirstSkull-728674.jpg" alt="" width="374" height="525" /></p>
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		<title>WIR ZAHLEN NICHT FÜR EURE KRISE</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 00:08:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zu der Demo am Samstag "Wir zahlen nicht für Eure Krise" und dem Splitter-Bomben-Vorfall gab es am 16.06. eine aktuelle Stunde im Bundestag. Dazu hat der Deutschlandfunk in den "Informationen am Mittag" ein Interview durchgeführt mit Wilfried Albishausen, der irgendwie mit dem "Bund deutscher Kriminalbeamter" verschwistert ist. Das Interview führte Gerwald Herter.
Das Ganze empfinde ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu der Demo am Samstag "Wir zahlen nicht für Eure Krise" und dem Splitter-Bomben-Vorfall gab es am 16.06. eine aktuelle Stunde im Bundestag. Dazu hat der Deutschlandfunk in den "Informationen am Mittag" ein Interview durchgeführt mit Wilfried Albishausen, der irgendwie mit dem "Bund deutscher Kriminalbeamter" verschwistert ist. Das Interview führte Gerwald Herter.</p>
<p>Das Ganze empfinde ich als höchst beunruhigend. Ich finde es erstaunlich, dass kurz nach zwölf Uhr mittags als erster Aufmacher beim DLF Fragen diskutiert werden, wie sicherheitstechnische Prävention präzesiert werden kann und was an der Polizeiarbeit falsch oder schief läuft, dass man die linken Schurken nicht kriegt. Aber hier der Beitrag:</p>
<pre>Gerwald Herter: Ein Bombenanschlag im  Rahmen einer Demonstration, das klingt nach einer neuen Dimension der  Gewalt. Der Bundestag wird deshalb in Kürze am Nachmittag in einer  aktuellen Stunde über den Linksextremismus in Deutschland debattieren.  Am Samstag waren bei Protesten gegen den Sozialabbau in Berlin mehrere  Polizisten durch eine Splitterbombe verletzt worden. Der bayerische  Innenminister Joachim Herrmann (CSU) spricht deshalb von einem Comeback  des linken Terrors. In einem Interview sagte er, dass die "Chaoten"  sicherlich auch vor einem Mord nicht zurückschrecken. Muss man davon  tatsächlich ausgehen? Dazu nun Einschätzungen von Wilfried Albishausen  vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. Mit ihm bin ich verbunden. Guten  Tag, Herr Albishausen.

Wilfried  Albishausen: Einen schönen guten Tag!

Herter: Herr Albishausen, bei Demonstrationen  werden Projektile mit Präzisionszwillen verschossen, Molotow-Cocktails  auf Polizisten geworfen. Hat es Sie da überhaupt noch überrascht, dass  nun Splitterbomben zum Einsatz kamen?

Albishausen:  Natürlich darf man immer noch überrascht sein bei einer derartigen  Eskalation von Gewaltanwendungen. Gleichwohl muss man allerdings davon  ausgehen, dass dieses linke Spektrum - und da handelt es sich ja  zweifelsohne um Straftäter - entsprechende Bauanleitungen, entsprechende  Strategien entwickelt haben, um ganz gezielt Polizeibeamte zu treffen,  und hier muss man ganz deutlich von Tötungsversuchen sprechen.

Herter: Worauf ist diese Eskalation  zurückzuführen bei dieser Demonstration, oder rechnen Sie damit, dass  jetzt generell solche Vorfälle berücksichtigt werden müssen, dass sich  die Polizei darauf vorbereiten muss, dass Splitterbomben eingesetzt  werden?

Albishausen: Nun muss man  sich selbstverständlich auf solche Dinge vorbereiten, wenn es denn  einmal zur Anwendung gekommen ist. Ich glaube, es ist eine  Eskalationsentwicklung eingetreten, die letztlich auch darauf  zurückzuführen ist, dass die Polizei über viele Jahre eine sogenannte  Deeskalationsstrategie entwickelt hat, also sozusagen Demonstrationen  auch mit Gewaltanwendung (natürlich anderer Qualität) einfach mal so  laufen zu lassen, und letztlich zu wenig darauf geachtet hat, diese  Straftäter zu identifizieren und letztlich auch zu justiziellen  Sanktionen zu bringen.

Herter: Die  Befürworter einer Deeskalationsstrategie bei Demonstrationen  reklamieren Erfolge für sich. Erkennen Sie diese an?

Albishausen: Nein, ich glaube nicht, denn wir  sehen angesichts zunehmender Gewaltanwendung nicht nur in Berlin,  sondern auch in Hamburg eine deutliche Entwicklung zur Gewaltanwendung,  und ich glaube, man muss ganz deutlich sagen: hier handelt es sich um  linksextremistische Straftäter, die auf nichts anderes aus sind als auf  Gewaltanwendung innerhalb von Demonstrationen, die ja die Bürger im  Grunde genommen aufgrund unseres Grundgesetzes in friedlicher Absicht  durchführen. So steht es ja im Grundgesetz. Aber diese Leute suchen die  Gewaltanwendung und deswegen muss man auch mit anderen Mitteln und  anderen Strategien auf diese Gewaltanwendung reagieren.

Herter: Hat man in Deutschland Entwicklungen im  Bereich des Linksextremismus jahrelang übersehen und unterschätzt?

Albishausen: Ich glaube schon, wobei man  natürlich auf der einen Seite auf dem einen Auge nicht blind sein darf,  während man auf dem anderen Auge etwas genauer hinsieht, also was den  rechtsextremistischen Bereich anbelangt. Aber ich glaube schon, dass man  die Entwicklung innerhalb dieser Demonstration, aber auch anderer  Auftritte bei anderen Veranstaltungen außerhalb von Demonstrationen im  linksextremistischen Lager unterschätzt hat.

Herter: Der Verfassungsschutz, die  verschiedenen Behörden in Deutschland scheinen die NPD zum Beispiel ja  geradezu durchdrungen zu haben, deshalb die Probleme mit dem Verbot.  Gilt das für linke Organisationen nicht?

Albishausen:  Vielleicht ist es da etwas schwieriger, sozusagen mit verdeckten  Ermittlungen einzusteigen. Was aber auch ein ganz wesentlicher Aspekt  ist, dass beispielsweise zu wenig bei Demonstrationen, ich sage mal,  genauer hingeschaut wird, diese Täter ermittelt werden, auch aus diesen  Gruppierungen herausgeholt werden. Wir haben ja vielfach die  Diskussionen auch im rechtlichen Bereich gesehen um Einkesselung,  Formulierungen wie Einkesseln, wie Einschließen. Also ich glaube schon,  die Polizei muss hier wesentlich offensiver vorgehen, diese  Gruppierungen aus Demonstrationen herausnehmen, diese Personen  identifizieren, die Beweisführung wesentlich verstärken, und letztlich  dann auch die Justiz. Die muss dann natürlich mitziehen und auch zu  Verurteilungen kommen. Wenn wir diese Leute kennen, können wir auch  entsprechende Strategien im Vorfeld, Ermittlungen im Vorfeld,  durchführen, die solche Taten zumindest deutlich minimieren können, wenn  nicht gar verhindern.

Herter: Was  wäre von Seiten der Politik notwendig?

Albishausen:  Da hängt natürlich auch Personal, da hängen auch Personalfragen dran.  Sie müssen davon ausgehen, bei solchen Demonstrationen, die ja nun  flächendeckend oft in Deutschland stattfinden, sind unsere  Hundertschaften im schutzpolizeilichen Bereich ständig unterwegs. Das  heißt, man hilft sich untereinander aus in den Bundesländern. Aber auch  Kriminalisten und Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamte sind sozusagen  dahinter in sogenannten Festgenommenen-Sammelstellen tätig und die  warten im Grunde genommen auf festgenommene Personen, damit man sich um  sie aus strafrechtlicher Sicht, aber auch aus gefahrenabwehrender Sicht  besser kümmern kann, und ich glaube, das wäre der richtige Weg. Also  Personal hängt dahinter, aber auch die Einsatzstrategie. Wir dürfen  nicht mehr laufen lassen und nur gelegentlich verhindern oder  zurückdrängen; das ist ein Spiel, wo diese linksextremistischen  Straftäter nur darauf warten und sich regelmäßig wieder bei neuen  Demonstrationen einfinden. Wir müssen verhindern, dass diese Leute  friedliche Demonstrationen von Bürgerrechtsorganisationen oder auch  aller anderen Art unterwandern, zerstören und damit das Grundrecht auf  Demonstrationsfreiheit ganz empfindlich infrage stellen. Das ist ja ein  ganz wesentlicher Aspekt unserer Demokratie, unseres Rechtsstaates, dass  man friedlich demonstrieren können muss, ohne Gefahr zu laufen, dass  solche Straftäter solche Demonstrationen missbrauchen bis hin zu  Tötungsversuchen an Polizeibeamten.

Herter:  Was ist denn mit härteren Strafen? Die werden ja seit einigen Monaten  ohnehin bereits diskutiert.

Albishausen:  Ja. Das Thema härtere Strafen wird ja immer wieder diskutiert. Ich  glaube, bevor man darüber diskutiert, ob man hier Strafverschärfungen  durchführt, muss man erst mal die Leute zur Verurteilung bringen, und  ich glaube, auch die Justiz ist aufgerufen, aus den vorhandenen  Strafmaßmöglichkeiten das entsprechende auszuschöpfen. Dann wären wir  schon einen ganzen Schritt weiter.

Herter:  Der Bundestag debattiert heute Nachmittag in einer aktuellen Stunde  über den Linksextremismus und Gewalt gegen Polizisten. Das war Wilfried  Albishausen vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. Vielen Dank für das  Gespräch.

Albishausen: Nichts zu  danken.</pre>
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		<title>BARBOUR, New York &amp; Mordechai Rubinstein</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 09:13:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[
Hier allerdings in Paris
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://dasmagazin.ch/wordpress/wp-content/uploads/2009/10/barbour.jpg" alt="" width="400" height="600" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Hier allerdings in Paris</em></p>
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		<title>JA JA</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 22:31:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nun gut. Es gibt wohl allem Anschein nach eine Sympathiewelle, die über Joachim Gauck zusammenschlägt. Da ist einer, der kann irgendwie reden. Und: Der hat ja was erlebt. Oder? Der bringt was mit, das wohl irgendwie anders ist als ne Parteikarriere, um mal Sigmar Gabriel zu paraphrasieren.
Ich selbst finde Bundesprädsidentenwahlen herzlich egal. Gesine Schwan? Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun gut. Es gibt wohl allem Anschein nach eine Sympathiewelle, die über Joachim Gauck zusammenschlägt. Da ist einer, der kann irgendwie reden. Und: Der hat ja was erlebt. Oder? Der bringt was mit, das wohl irgendwie anders ist als ne Parteikarriere, um mal Sigmar Gabriel zu paraphrasieren.</p>
<p>Ich selbst finde Bundesprädsidentenwahlen herzlich egal. Gesine Schwan? Eine andauernde Kukident-Reklame. Horst Köhler? Sparkasse als Prinzip. Und Johannes Rau? Bedauerlich - vor allem für ihn.</p>
<p>Überhaupt - mal abgesehen davon, ob man eine solche politische Ordnung wie die der BRD überhaupt bestrebenswert oder auch nur interessant findet - was ist denn dieses Amt? Irgendwie ein Abonnement aufs Taschentuch. Der Präsident ist ja wenig mehr als der Grüß-August aufm Sommerfest der Bunderegierung.</p>
<p>Und doch - ich geb jetzt ein Bekenntnis ab - freut mich die Kandidatur von Joachim Gauck. Und zwar aus folgendem Grund: Der ist einer, der bezeichnet sich als<em> linken, liberalen Konservativen</em>. Das ist natütrlich albern, aber ich meine, dass er damit eine Idee von Freiheit verbindet - und diese Idee hat etwas mit meiner politischen Sozialisation zu tun (ich komm ausm Osten). Diese Idee von Freiheit ist nämlich nicht die "Freihet des Einzelnen," wie uns Freiheit im Allgemeinen und die Geschichte der "Friedlichen Revolution" im Besonderen gerne gezeigt oder erzählt werden. Freiheit - im Sinne von Gauck - heißt, sich einzusetzen, unbequem sein und Risiken eingehen. Gauck, Freya Klier, Ulrike Poppe, Markus Meckel  und - natürlich - Bärbel Bohley und die vielen anderen haben sich ausgesetzt. Sie sind später mit Glück mehr oder minder weich gefallen. Aber doch, sie haben sich eingesetzt. Das Handeln beginnt womöglich an einer anderen Stelle - dort, wo es auch mir weh tut. Gauck hat sich daran versucht.</p>
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		<title>&#8220;Freiheitlich liebende Menschen&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 16:03:11 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[politics]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhilfe]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade warte ich auf den Waschmaschinenmonteur - genau genommen warte ich seit Stunden. Und nichts Besseres habe ich mehr zu tun, als mir einen merkwürdigen Video-Blog der SZ anzuschauen: Summa summarum von Marc Beise - seines Zeichens der Leiter der Wirtschaftsredaktion. Nun - der Herr Beise ist promovierter Rechtswissenschaftler und Volkswirt (das wird noch wichtig). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade warte ich auf den Waschmaschinenmonteur - genau genommen warte ich seit Stunden. Und nichts Besseres habe ich mehr zu tun, als mir einen merkwürdigen Video-Blog der SZ anzuschauen: <em>Summa summarum</em> von Marc Beise - seines Zeichens der Leiter der Wirtschaftsredaktion. Nun - der Herr Beise ist promovierter Rechtswissenschaftler und Volkswirt (das wird noch wichtig). Zunächst einmal ist er hier zu sehen, wie er dynamisch das Redaktionsgebäude durchschreitend sein Büro im 23. Stock! betritt. Ein Dagobert-Duck-Zitat scheint dabei irgendwie den Wahlspruch der Redaktion abzugeben (oder des SZ-Verlags? Man weiß es nicht) - "Und es in die Luft zu schmeißen, daß es mir auf die Glatze prasselt". Ähhh - ja!</p>
<p>Nun. Thema des Beitrags ist die Rücktrittswelle, die das politische Personal erfasst hat und - oh Graus, den wirtschaftspolitischen Sachverstand der Republik hinwegspült, dass es dem Herrn Beise ganz Angst und Bange wird.</p>
<p>Man muss, so Herr Beise, als "freiheitlich liebender Mensch" nicht Kochs Ansichten zur Sicherheits- und Innenpolitik teilen, aber wirtschaftspolitischen Verstand, den hat er. Als freiheitlich liebender Mensch - und ich zähle mich dazu - sollte man überhaupt keine Auffassung Kochs teilen, aber nun gut. Besser noch - auch Horst Köhler soll finanz- und wirtschaftspolitisch Angela Merkel beraten haben. Ja. Bestimmt! Man muss nicht wie ich jeden Tag ne Stunde SZ lesen, um zu wissen, dass das Quatsch ist.</p>
<p>Jetzt also perdu der ganze Sachverstand und Marc Beise versucht sich an einer Anordnung, die die übrig gebliebene Connaissance "visualisieren" soll:  622 kunterbunte Mensch-ärger-dich-nicht-Männl, die für die MdBs stehen. Die wiederum sind in Gruppen eingeteilt, die ihrerseits die verschiedenen Berufsfelder repräsentieren. Aus dem Beruf eines Menschen lässt sich nämlich der wirtschaftliche Sachverstand ablesen, wie Herr Beise meint. Nun. Es gibt ja auch Leute, die aus Kaffeesatz die Zukunft deuten, nur arbeiten die für gewöhnlich nicht bei einer großen Tageszeitung. Herr Beise kommt bei dieser Visualisierung zu dem Ergebnis, dass man zunächst die "unselbständig Beschäftigten" in Hinsicht ökonomischer Kundigkeit gleich ganz vergessen kann (gleichwohl er sich selbst dazu zählt). Aber auch die Selbständigen, sofern es sich um Juristen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater handelt, sind nicht wirklich ernst zunehmen (man erinnere seine Ausbildung!). Übrig bleiben am Ende in Herrn Beises Rechnung 53 MdBs, die "vielleicht einmal selber ein Unternehmen gegründet haben" und deswegen "die Wirtschaft verstehen". Also, für Marc Beise besitzt der oder die wirtschaftspolitischen Sachverstand, der oder die ein Unternehmen führt oder geführt hat. "Die wissen nämlich, dass das Geld nicht aus dem Geldautomaten kommt und so weiter." Und so weiter, ja ja. Friseure, Bäckerinnen und allen voran natürlich Altenpfleger denken nämlich, das Geld kommt aus dem Geldautomaten. Dass man für 1200 netto irgendwie auch zur Arbeit muss, wissen die nicht. Darum sind se ja auch so oft aufm Amt. "Und so weiter".</p>
<p>Diese Logik "wirtschaftspolitischen Sachverstands" ist ungefähr so, als wäre Einstellungsvoraussetzung für einen Onkologen am Universitätsklinikum, selbst schwer an Krebs erkrankt zu sein. Man kann das so halten, muss es aber nicht. "Denken Sie mal darüber nach!", rät der Herr Beise. Nee - besser nicht!</p>
<p>Übrigens - der Waschmaschinenmensch war gerade da. 200 Tacken. Vielleicht hätte ich gleich eine Waschmaschine kommen lassen sollen, und schon hat Marc Beise irgendwie wieder Recht. Und deswegen hier noch der Vlog-Beitrag:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CYali1-Scog" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/CYali1-Scog"></embed></object></p>
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		<title>VERSTIMMUNG</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 09:27:40 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Roland]]></category>
		<category><![CDATA[verstimmt]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht ist es meine Prüfungsvorbereitung, vielleicht dieser Mai, vielleicht meine Erkältung - ich weiß es nicht. Aber mich hat bei meiner Lektüre eine Textstelle in Krachts "Faserland" beschäftigt, die mir vorher nie aufgefallen war. Genau genommen hat sie mich ziemlich getroffen, was ich mir gar nicht erklären kann, aber am Ende versucht man es ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht ist es meine Prüfungsvorbereitung, vielleicht dieser Mai, vielleicht meine Erkältung - ich weiß es nicht. Aber mich hat bei meiner Lektüre eine Textstelle in Krachts "Faserland" beschäftigt, die mir vorher nie aufgefallen war. Genau genommen hat sie mich ziemlich getroffen, was ich mir gar nicht erklären kann, aber am Ende versucht man es ja doch...</p>
<p>Wie funktioniert das nun eigentlich, wenn man sich an jemanden wendet,  den man nicht kennt, obwohl oder gerade weil man den Menschen nicht  kennt, aber das Bild - obwohl oder gerade weil es sich um eine Hülle  handelt, Projektion, Gefäß? Wie entsteht dieses symbolisch aufgeladene  Bild und was heißt dann das Denken dieses Bildes?</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" src="http://www.designlager.de/images/chaiselongue.jpg" alt="" width="264" height="264" />"Also, ich rauche meine Zigarette, die mir gar nicht gut schmeckt, und ich merke, daß ich eigentlich hundemüde sein müßte, weil ich ja diese Nacht nicht geschlafen habe, aber komischerweise fühle ich mich überhaupt nicht müde, sondern völlig wach, so als ob ich die Müdigkeit schon überwunden hätte, und ich drücke den Service-Knopf, und als die Stewardeß kommt, bestelle ich einen Kaffee und einen Bourbon, obwohl es erst acht Uhr morgens ist. Ich denke weiter an Isabella Rossellini, eigentlich lasse ich meine Gedanken über Isabella gleiten, wenn man das so sagen kann. Ich meine, ich berühre sie nicht, ich denke auch nicht direkt an sie, sondern lasse sie am Rand meiner Gedanken auftauchen, ohne ihr näherzutreten oder mit ihr zu sprechen, ohne sie anzusehen."</p>
<p style="text-align: right;">(Kracht, Faserland)</p>
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		<title>ERNST MACH, Fin de siècle &amp; die Dekadenz</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 12:14:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da ich nach wie vor bzw. schon wieder in Prüfungsvorbereitungen versinke - Dandyismus und Dekadenz, also ein unendlicher Anlass zur Prokrastination -, habe ich mich in diesem Zusammenhang an den Empiriokritizismus und Ernst Mach erinnert. Und hier vielleicht der schönste Teil aus seinem Werk "Die Analyse der Empfindung" (1886):
"Liege ich z.B. auf einem Ruhebett, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich nach wie vor bzw. schon wieder in Prüfungsvorbereitungen versinke - Dandyismus und Dekadenz, also ein unendlicher Anlass zur Prokrastination -, habe ich mich in diesem Zusammenhang an den Empiriokritizismus und Ernst Mach erinnert. Und hier vielleicht der schönste Teil aus seinem Werk "Die Analyse der Empfindung" (1886):</p>
<p style="text-align: left;">"Liege ich z.B. auf einem Ruhebett, und schließe das rechte Auge, so bietet sich meinem linken Auge das Bild der folgenden Figur 1.  In einem durch den Augenbrauenbogen, die Nase und den Schnurrbart gebildeten Rahmen erscheint ein Teil meines Körpers, so weit er sichtbar ist, und dessen Umgebung.</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" src="http://de.academic.ru/pictures/dewiki/69/Ernst_Mach_Innenperspektive.png" alt="" width="432" height="576" />Mein Leib unterscheidet sich von den andern menschlichen Leibern nebst den [sic] Umstande, dass [sic] jede lebhaftere Bewegungsvorstellung sofort in dessen Bewegung ausbricht, daß dessen Berührung auffallendere Veränderungen bedingt als jene anderer Körper, dadurch daß er nur teilweise und insbesondere ohne Kopf gesehen wird."</p>
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